Nachwuchsliga 2024 /2
Limburgerhof am 16.02.24

Bericht von Adrian Conte

Am 16.2. wurde die 2. Runde der Nachwuchsliga ausgetragen. Limburgerhof hatte Haßloch als Gast.

Anton hatte am Brett 2  mit den weißen Steinen eine ungewöhnliche Eröffnung auf dem Brett und entschied sich aus der Stellung heraus ein Gambit zu spielen. Der F-Bauer wurde geopfert für Entwicklung. Später stellte sich dies für die löchrige Königsstellung des Gegners als Gewinnweg heraus, da der Turm von Weiß nun über die F-Linie hinüber zum Königsflügel angreifen konnte. Woraufhin der Gegner keinen Ausweg fand. Ein schneller und aber sehenswerter Angriff.

Jacob Fenzel hatte sich wieder motiviert ans Brett 4 gesetzt. Er wollte dieses Mal unbedingt besser spielen als die letzte Runde in der Nachwuchsliga, die er leider früh aufgeben musste. Jacob schaffte es gut aus der Stellung herauszukommen, aber übersah im Mittelspiel einen Zwischenzug, der ihn den Läufer kostete. Somit musste Jacob die Partie mit einem Läufer weniger weiterspielen, was der Gegner von ihm in einen Sieg ummünzte. Der Ausgleich.

Colin Jones hatte am ersten Brett mit Schwarz eine positionelle Stellung aus dem Damenbauernspiel vor sich. Er versuchte sich tapfer gegen den Bauernsturm am Damenflügel zu verteidigen, aber die weiße Dame gelang ins schwarze Lager und somit konnte Weiß einen Bauern gewinnen. Es sah danach nicht gut aus für Colin, aber Weiß hatte noch nicht alle Probleme gelöst, um die Partie für sich zu entscheiden. Die weiße Dame drohte gefangen zu werden und in diesem Moment übersah Colins Gegner, dass er in eine Springergabel gealufen war. Der Springer bot gleichzeitig Schach und Garde und die Dame wurde kurz darauf vom Brett genommen. Colin brachte die Limburgerhöfer in Führung. 

Leonardo Staal trat an Brett 3 für die Schachfreunde an und die Partie dauerte am längsten. Seine Gegnerin spielte sehr solide und auch Leonardo ließ nichts in der Partie anbrennen. Es schien für längere Zeit nach einem Unentschieden als Endergebnis auszusehen. Der Läufer der Gegnerin hatte sich gut positioniert, so dass der schwarze König erst einmal sich mittels Rochade nicht in Sicherheit bringen konnte. Allerdings verknotet sich später die Gegnerin bei der Verteidigung des Läufers und Leonardo konnte diesen Umstand ausnutzen. Trotz angriffslustigen Spielzügen der Gegnerin konnte Leonardo die Partie mit einem Sieg beenden. Eine gute Partie von beiden Seiten.

Im Endergebnis hoieß es 3:1 für Limburgerhof. 


TERMINE NACHWUCHSLIGA 2024

Spieltag jeweils freitags um 18:00 Uhr.

19.01., 16.02., 15.03., 12.04., 03.05.,

(bei Bedarf 21.06., 05.07.)


DSAM 7³  Stuttgart - Nicolas Wagener qualifiziert

Nicolas erreichte den 5. Platz bei der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) 2023/2024 in Stuttgart (9.-11.2.2024) in der Gruppe E (DWZ 1401 - 1600). Nicolas startete mit DWZ 1548, durchbrach mit den Turniererfolgen die "Schallmauer" von DWZ 1600 und erreichte nach dem Turnier eine neue persönliche Rekordzahl von DWZ 1646.

Nicolas siegte gegen Teilnehmer aus Meiningen, Spraitnbach, Backnang und Neubrandenburg; nur gegen den Gegner aus Neuburg musste er einen Punkt abgeben. Mit 4 Punkten aus 5 Spielen im Pulk der 77 Konkurrenten qualifizierte sich Nicolas für die Endrunde der DSAM. Ort und Termin der Endrunde sind noch nicht bekannt.

Rangliste Gruppe E
(externer Link: https://www.dsam-cup.de/stuttgart/turnier.php?gruppe=E&typ=tab)

Die Idee zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) entstand zur Förderung des Breitensports vor dem 125-jährigen Geburtstag des Deutschen Schachbundes im Jahr 2002. Dabei sollte die 5 (aus der Zahl 125) eine besondere Rolle spielen: 5 Spielorte für die Vorturniere, 5 DWZ-Kategorien je Vorturnier, 5 Finalisten je DWZ-Kategorie. Damit ergaben sich 5 x 5 x 5 = 125 Teilnehmer im Finale. Im Laufe der Jahre wurde das Grundkonzept mehrfach modifiziert. Die DSAM 7³ 2023/2024 wird mit 7 Qualifikationsturnieren und einem Finalturnier gespielt.


Nachwuchsliga 2024 /1
Ludwigshafen am 19.01.24

Bericht von Adrian Conte

Unser Brett 4 Jacob Fenzel hatte seit längerer Zeit wieder die Schachfiguren in der Hand. Die Eröffnungsphase lief so weit gut, da Jacob es schaffte die freche, angriffslustige Dame zu bedrohen. Allerdings entschied sich Jacob eilig gespielten Bauernzug - ein strategischer Fehler, der die eigene Königsstellung schwächte und somit auch den Gegner mit seinen Figuren zum Angriff einlud. Ein Schachmatt war die Folge.

Brett 3 war Leonardo Staal für die SF Limburgerhof am Start und er konnte in der Eröffnung eine gute Abwicklung erreichen. Die schwarze Dame entschied sich einen Bauern auf b2 zu gewinnen, aber Leonardo hatte das vorausgesehen und nahm dafür im Tausch die volle Entwicklung der weißen Streitmacht, die zum Angriff auf den gegnerischen König blies. Leonardo gelang eine schöne Königsjagd und setzte den Ausgleich.

Brett 2 spielte Paul Gerhardt bis zum Schluss die letzte Partie an diesem Freitag. Die Eröffnungswahl von Paul verwirrte den Gegner, dass Paul im Mittelspiel einen Springer gewinnen konnte, da der Gegner seine Steine nicht gut positioniert hatte. Allerdings wurde später im Endspiel der Springer durch geschicktes Bauernspiel des Gegners gefangen genommen und Paul sah keinen anderen Ausweg als den Springer in die weiße Stellung hineinzuopfern. Er erhielt dadurch genügend Bauern, aber auch der Gegner hatte sich einen Freibauern rausgespielt, der in dem Turmendspiel den Sieg brachte. Paul musste nach langer Gegenwehr sich dann doch geschlagen geben.

Brett 1 spielte Nicolas Wagener mit den weißen Steinen. Er erhielt eine schöne Angriffsstellung mit seinen zwei Läufern, die auf den schwarzen König zielten, aber die Spielerin mit den schwarzen Steinen hatte sich den Plan geschmiedet, dass sie ihren König zur Flucht verhelfen würde. Nicolas opferte weiter für den Angriff und zerstörte so die schwarze Stellung, aber der König hatte sich geschickt verteidigt und floh auf die andere Seite des Bretts, wo die schwarze Armee seinen Herrscher beschützte. Es sah daher nicht so gut aus für Nicolas, der erkannte, dass das viele Opfern der Figuren nicht den gewünschten Effekt eines Matts brachte. Die Partie ging in ein unklares und Endspiel über was Nicolas dann für sich entscheiden konnte.

Die erste Runde ging 2:2 aus.


Nicolas verbessert seine Wertungszahl

Nicolas hat am 5. DWZ-Cup (Gruppe A) in Mainz teilgenommen. Gespielt wurde am 9.12.2023 in 4er-Gruppen mit 60 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug Bedenkzeit.
In dem starken Feld (s. Wertungszahl) erreichte Nicolas einen guten 2. Rang nach Sonneborn-Berger Feinwertung.

  1. Peter Steinbrenner, Kaiserslautern (1799) 2,0 Punkte
  2. Nicolas Wagener, Limburgerhof (1496) 2,0 Punkte
  3. Harshill Pradeep, Bickenbach (1706) 1,5 Punkte
  4. Noah Wolf, Mainz (1525) 0,5 Punkte

Alle in seiner Gruppe spielenden Schachtalente waren Teilnehmer bei der DJEM. Nach dem Turnier verbesserte Nicolas seine Wertungszahl auf 1590 aus insgesamt 37 Wertungsturnieren .

Welchen Zug spielte hier Nicolas mit Weiß?

Nicolas 20231209

Weiß am Zug

 
Nicolas erhält einen Freiplatz
Nicolas Wagener erhält einen Freiplatz zur RLP Jugendeinzelmeisterschaft U12. Das U12-er Feld stellt für ihn keine Herausforderung mehr dar.Daher wird er in der U14 Pfalzmeisterschaft antreten.
 
Nicolas Wagener wird Zweiter beim Karlruher Jugend-Open 2023
Die DEM ist "Geschichte - Nicolas Wagener sucht neue Herausforderungen und tritt beim 11. Karlsruher Jugendopen 2023 an. Noch spielberechtigt für die U10, mischt er bei den U12-ern mit und erstreitet sich den zweiten Platz nach Turniersieger Ivan Kateryniuk vom SC Rastatt, gegen den Nicolas in der vierten Runde den einzigen Verlustpunkt abgeben musste. Auf der Webseite des Ausrichters Karlsruher Schachfreunde 1853 e.V. findet sich ein Bericht zum Jugend-Open: externer Link

DEM 2023
Nicolas Wagener (U10) aus Limburgerhof nahm erneut an der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft teil. Coach Jürgen Wortmann ist vor Ort mit dabei und berichtet hier: Nicolas @ DEM 2023
 
RLP Mannschaftsmeisterschaft 2023 - Limburgerhof Vierter
 

Die Rheinland-Pfalz Schachjugendmannschaftsmeisterschaften wurden 2023 im Mai In Neustadt ausgetragen.In der Altersklasse U10 trat Limburgerhof mit  Nicolas Wagener, Julian Fuhrmann, Eddy Jones und Finn Zöller. Nicolas Wagener an.

Knappe Mannschaftsniederlagen gegen Kastellaun und Ramstein-Miesenbach (1,5 zu 2,5) bei einem (4 zu 0)-Erfolg gegen Heimbach-Weiß/ Neuwied war die Ausbeute des ersten Tages. Am zweiten Tag verlor Limburgerhof 1:3 gegen die stärkste Mannschaft aus Trier. Dabei gewann Nicolas erneut wie bei der Einzelmeisterschaft gegen den Dritten der RLP-JEM U10 Marnin Classen. Im folgenden Spiel gegen die punktgleiche Mannschaft aus Mainz gelang ein Unentschieden (2:2). Dieses Ergebnis bedeutete den 4. Platz im Turnier.

Ausführlicher Bericht von Jürgen Wortmann: RLP-MM 2023 (U10) in Neustadt

 
Nicolas Wagener wieder bei DEM dabei
 
Mit seinem Erfolg bei der RLP-Einzelmeisterschaft hat sich Nicolas Wagener für die Deutsche Einzelmeisterschaft in der Altersklasse U10 qualifiziert. Nicolas hat bereits im vergangenen Jahr mitgespielt (siehe Bericht). Mit seiner aktuellen Wertungszahl von 1491 wird erwartet, dass Nicolas im oberen Drittel gesetzt wird (siehe Meldeliste, externer Link). Mehr zur Meisterschaft: DEM 2023 (externer Link).
 
Nicolas Wagener ist RLP-Vizemeister 2023
 
Der aus Limburgerhof stammende Nicolas Wagener ist Vizemeister Rheinland-Pfalz seiner Altersklasse (U10). Der erst 9-jährige spielte  Anfang April in der  Jugendherberge Oberwesel um den Titel. Dabei unterlag er lediglich seinem schärfsten Konkurrenten, Peter Steinbrenner, aus Kaiserslautern. Damit hat sich Nicolas für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die ab dem 27.05. in Willingen (Sauerland) stattfinden wird. - Hier geht es zum Bericht.
 
Nicolas verteidigt Pfalzmeister-Titel
 
Am 22.1.2023 wurde in Westheim die Pfalzmeisterschaft U10 ausgetragen. Nicolas verteidigte mit 7/7 souverän seinen Pfalzmeistertitel. "Nicolas beginnt richtig Schach zu spielen." kommentierte sein Trainer Jürgen Woertmann sehr zufrieden. Julian musste leider nach einem gewonnenem Spiel das Turnier aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Hier geht es zum Bericht.
 

Limburgerhof wieder bei U10-Mannschaftsmeisterschaft dabei

Jacob Fenzel, Julian Fuhrmann, Me Le, Eddy Jones und Nicolas Wagener spielten als Team bei der offenen Rheinland-Pfälzischen Vereinsmeisterschaft U10 in Kirchberg (Hunsrück) mit.
Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

Nicolas Wagener nahm nach 2022  (siehe Bericht) zum zweiten Male an der Deutschen Einzelmeisterschaft der U10 teil, die vom 27.5.-4.6.2023 in Willingen stattfiand.  Coach Jürgen Wortmann berichtet im nachstehenden Tagebuch über "unseren" Limburgerhofer Kandidaten.

Mehr zur Meisterschaft: DEM 2023 (externer Link). Und hier geht es zum  Spielerprofil von Nicolas (externer Link).

NicolasWagener DEM(U10) 2023

Hier geht es zu den Partien von Nicolas (externe Links)

  1. Nicolas Wagener - Rasmus Döscher 1:0 1,0
  2.  Karl Gersemann - Nicolas Wagener 0,5:0,5 1,5
  3. Nicolas Wagener - Harshill Pradeep 0:1 1,5
  4. Rafael Antonio Bergmann - Nicolas Wagener 0:1 2,5
  5.  Yunqi Li - Nicolas Wagener 1:0 2,5
  6. Nicolas Wagener - Dakxwin Sutharjan 1:0 3,5
  7. Toshiya Aguike - Nicolas Wagener 1:0 3,5
  8. Nicolas Wagener -Antoni Pawlak 1:0 4,5
  9. Arthur Hoppe - Nicolas Wagener 1:0 4,5
  10. Nicolas Wagener - Shreyas Shivkumar 0:1 4,5
  11. Hannes Obermair - Nicolas Wagener ½ : ½ 5,0

 

Nicolas Wagener auf der DEM 2023 

Bericht von Jürgen Wotmann

Anreise
Wir durften bei herrlichem wolkenlosem Wetter anreisen. Es wäre aber schön gewesen, wenn die Fahrt sich nicht so gezogen hätte. Nach etwas über 3,5 h kamen wir am Sternhotel an. Die letzten Kilometer zählten wir einzeln. Das Einchecken in Hotel und dem Turnier gelang im Vergleich zum Vorjahr unter Corona-Restriktionen blitzschnell. Nur die geringe Zahl an nahen Parkplätzen war nicht so prickelnd. Das Gepäckschleppen über ein paar hundert Meter war lästig, aber gelang.
 
1. Runde
In der ersten Runde wurde Rasmus Döscher aus Bremen Nicolas zugelost. Rasmus hat ein DWZ von 1049. Nicolas hat eine deutlich höhere Wertungszahl. Ein Sieg in einer Weißpartie scheint für Nicolas möglich. - Wir drücken die Daumen.
 
Nicolas spielte am Brett seine erste Partie mit Eröffnung des d-Bauern. Gegen die Colle-Zukertort-Variante wählte sein Gegner eine ungünsge Aufstellung, die Nicolas zu seinem Gunsten gestalten konnte. AlsNicolas einen Königsangriff startete unterlief ihm allerdings ein Patzer. Sein Gegner hätte durch einen Abzugsangriff die Qualität gewinnen können. Glücklicherweise sah sein Gegner diese Möglichkeit nicht. Nicolas zog seinen Angriff auf und bald resignierte sein Gegner. Durch diesen (ein bisschen erwarteten) Sieg rückte Nicolas in die obere Feldhälfte auf. In der nächsten Runde wird ihm ein schwereres Kaliber zugelost werden.
 
2. Runde
In der zweiten Runde hatte Nicolas Schwarz und spielte gegen den Berliner Karl Gersemann mit einer DWZ von 1751. Karl Gersemann war im Duell gegen Nicolas der klare Favorit. Von  Karl Gersemann waren einige Partien öffentlich verfügbar, so dass eine Vorbereitung möglich war. Und tatsächlich entwickelte sich die Partie wie erwartet. Ein offener Sizilianer kam auf Nicolas Brett und Nicolas igelte sich ein. Karl spielte voll auf Angriff und erreichte bald eine klare Gewinnstellung. Aber eine Nachlässigkeit erlaubte Nicolas einen Damentausch
zu erzwingen und Karls Angriff verpuffte. Ein ausgeglichene Endspielstellung entstand. Die beiden Kontrahenten schenkten sich nichts und fochten lange. Das Spiel wogte hin und her. Mal war Nicolas im Vorteil mal Karl. Schlussendlich opferte Nicolas einen Turm und erhielt dafür zwei vorgerückte Freibauern. Karls Turm musste sich ebenfalls opfern. Nicolas führte einen Bauern zur Damenumwandlung. Das reichte aber nicht zum Gewinn, da ein Bauer auf der c-Linie auf der vorletzten Reihe gegen die Dame ein bekannte Remisstellung darstellt.
Das Remis gegen einen starken Gegner ist ein großer Erfolg für Nicolas. Sein Erfolg muss er allerdings „bezahlen“ – in der nächsten Runde wartet erneut ein DWZ-Riese.
 

3. Runde
Das Wetter in Willingen war kühl und wenige tiefhängende Wolken zogen von böigem Wind getrieben über das Sternhotel. Im Ganzen war es aber heiter.
In der dritten Runde spielte Nicolas gegen Harshill Pradeep. Ein Gegner mit einer Bewertung, die in etwa der von Nicolas entsprach. Nicolas spielte mit Weiß und wir hofften auf einen Sieg. Leider wurde daraus nichts. Nicolas stellte ohne Not in der Eröffnung einen Springer ein, den er taktisch rückgewinnen wollte. Leider funktionierte seine Berechnung hinten und vorne nicht. Danach kollabierte sein Spiel weiter und Nicolas verlor schnell.

4.Runde
Nach der desaströsen Niederlage war seelische Aufbauarbeit angesagt. Danach begann das Match gegen Rafael Antonio Bergmann, der ein wenig höheres Rating als Nicolas besaß. Nicolas spielte gegen 1. e4 den Sizilianischen Paulsenaufbau. Nach der Eröffnungsphase wurde eine ausgeglichene Stellung erreicht. Als Nicolas sich auf das Spiel am Damenflügel konzentrierte, schlug es plötzlich auf h7 ein. Danach kämpfte Nicolas gegen die drohende Niederlage. Nicolas stand einfach schlecht. Allerdings gewann sein Gegner danach nur einen Bauern und kam ansonsten „nicht richtig weiter“, obwohl Nicolas‘ Stellung furchteinflößend aussah. Nicolas stellte eine Konterfalle auf, in die der Gegner prompt tappte. Nicolas setzte danach routiniert Matt. Sein Sieg muss als sehr glücklich bezeichnet werden. Er zeigt aber auch, dass der Kampfgeist von Nicolas auch in schwierigen Stellungen nicht unterschätzt werden darf.
In der nächsten Runde geht es gegen einen Wertungsriesen, der bereits international für Deutschland gespielt hat. Und schon wieder hat Nicolas Schwarz. Das Schicksal kennt sein Trainer. Nicolas kann im nächsten Spiel mindestens an Erfahrung gewinnen.

5. Runde
Ich würde gerne Besseres berichten, aber leider hat Nicolas verloren. Die Schwarz-Partie gegen den Fast-1800er Spieler Yunqi Li gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Das ist für Schwarz als kleiner Erfolg zu werten. In der Folge kam es durch Addition keiner Ungenauigkeiten zu einem Abgleiten der Partie. Zunächst stand Nicolas leicht schlechter, dann deutlich schlechter, dann auf Verlust. Nicolas typisch kämpfte er bis zum Schluss tapfer weiter ohne noch das Blatt wenden zu können. Nicolas war danach sehr traurig.
Schön war, dass am Nachmittag kein weiteres Spiel anstand. Nicolas konnte mit Federball, Rodeln und Schwimmen die Verlustpartie vergessen machen.
Morgen in der 6. Runde spielt Nicolas gegen Dakxwin Sutharjan mit einer Wertung nahe an der von Nicolas. Die Partie verspricht spannend zu werden.

6. Runde
Vor der 6.Runde gegen Dakxwin Sutharjan (DWZ 1587) war etwas Hektik aus. Im Trainerteam entstanden Zweifel an der ursprünglich geplanten Eröffnungswahl und Nicolas wurde auf 1.e4 umgestellt, da der Gegner ausschließlich Skandinavisch (1. …d5) spielte. Diese Umstellung war ein voller Erfolg, da genau die erwartete Variante auf das Brett kam. Nicolas erhielt aus der Eröffnung heraus ganz leichten Vorteil.
Darüber hinaus erhielt sein Gegner die Gelegenheit positionelle Fehler zu machen. Was er denn auch tat. Nicolas tauschte die Damen und produzierte beim Gegner einen Doppelbauern, dessen Schwäche Nicolas ausnutzen konnte. In dem entstehenden Endspiel gab sein Gegner schließlich auf, da Nicolas drei Mehrbauern verwaltete und weitere Bauerngewinne drohten.
Das war eine solide Leistung von Nicolas. Ihm wurde aber nach der Partie kritisch gesagt, dass die Rochade zu den erlaubten Zügen zählt!

7. Runde
In der 7. Runde spielte Nicolas gegen Toshiya Aguike (DWZ 1540) mit Schwarz. Die Eröffnungsvorbereitung klappte nur halbwegs. Der Gegner wich vom Hauptweg ab und Nicolas griff auf sein Standardrepertoire im Paulsen-Sizilianer zurück. Lange hielt er die Partie im Gleichgewicht, dann unterlief ihm ein schwerer Fehler, den sein Gegner gut ausnutzte.
Danach verfolgten wir mit großer Spannung eine Spitzenpartie von "Landsmann" Peter Steinbrenner gegen Anton Belin. Peter sah lange wie der sichere Verlierer aus. In der absoluten Zeitnotphase riss Peter die Partie noch einmal herum und gewann. Damit hat der Spitzenspieler aus RLP nun 5 Punkte und liegt auf dem 6. Platz.

8. Runde
Am heutigen Donnerstag wurde nur eine Runde gespielt. Den Vormittag verbrachte Nicolas mit der Vorbereitung auf den nächsten Gegner, mit einer Stunde Völkerball und mit einer Stunde Tischfußball und Badminton. Das Wetter in Willingen war übrigens herrlich – nicht zu warm aber auch nicht kalt.
Sein Gegner in der heutigen Partie war Antoni Pawlak (DWZ 1355). Nicolas war der Rating – Favorit. Das hat aber vor allem dann nichts zu sagen, wenn man schachliche Grundsätze meint ignorieren zu können. Aber der Reihe nach.
Antoni spielte gegen den e4-Aufschlag von Nicolas eine französische Partie in einer Art Abtauschvariante. Das war eine Überraschung und nicht gut für den Gegner. Nicolas folgte einfach den bekannten Eröffnungsregeln und stand schnell merkbar besser. „Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.“ Nicolas begann riskant zu spielen. Er begann einen zweifelhaften Turmschwenk und spendete dem Gegner einen zentralen Bauern „für Angriff“. Aber leider entpuppte sich der Angriff als wenig durchsetzungsstark. Dann fiel ein zweiter Bauer und von einem „Angriff“ war immer noch nichts zu sehen. Nicolas stand glatt auf Verlust. Jetzt übersah aber der Gegner eine Fesselung und ein Schutzbauer des Königs konnte erobert werden. Schließlich opferte Nicolas noch einen ganzen Turm und bekam dafür vier(!) den König schützenden Bauern. Dieses Opfer war sicherlich nicht objektiv richtig. Die Engine mochte es gar nicht. Aber Nicolas spielte gegen einen Jungen und der hatte keinen Plan, was zu tun ist. Er versuchte erfolglos die Dame abzutauschen und stand nach jedem erfolglosen Versuch schlechter. Schließlich bekam Nicolas die Gelegenheit zu einem Dauerschach, das er aber ausschlug (er sah es nicht ). Zwei Züge später stellte sein Gegner die Dame ein und gab auf. Das war ein glücklicher Sieg, der Mutter und Trainer den Angstschweiß auf die Stirn trieb.
Nicolas hat jetzt 4,5 Punkte und belegt dank hoher Buchholzpunktzahl den 15. Platz. Morgen stehen zwei Spiele an. Das erste geht mit Schwarz gegen Arthur Hoppe (DWZ 1609). Wir drücken Nicolas die Daumen.
 
9. Runde
Am heutigen Freitag startete Nicolas auf Position 15 gegen Arthur Hoppe (DWZ 1609) mit Schwarz. Nach 1.d4 wählte Nicolas d5 und nach 2.c4 war ein übliches Damengambit entstanden, das Nicolas mit 2. … e6 ablehnte. Schon bald geriet Nicolas aus einer Abtauschfolge heraus in eine böse Fesselung, aus der er keinen Ausweg für seine Dame fand, obwohl es ihn gab. Mit einer daraus resultierenden Minusfigur war das Spiel bald entschieden. Nicolas hatte verloren.
 
10. Runde
Nicolas hatte Weiß und nach seinem Aufschlag 1. e4 kam Caro-Kann auf das Brett. Nicolas hatte eine Variante vorbereitet, die aber sein Gegner offensichtlich kannte. Mal wieder offerierte Nicolas „für Angriff“ einen Bauern, den aber sein Gegner fehlerhaft dankend ablehnte. Nicolas erhielt eine klare Gewinnstellung. Den Gewinn zu realisieren war allerdings schwer. Einige nicht offensichtliche Züge mussten gefunden werden. Dieses gelang Nicolas nicht und die zweite Verlustpartie hintereinander war Realität. Die Laune aller Beteiligten war nicht so gut. Morgen in der letzten der 11. Runde muss Nicolas erneut mit Schwarz spielen. Alle hoffen auf einen letzten Sieg.
 

11. Runde
Am heutigen Samstag startete Nicolas auf Position 34 gegen Hannes Obermair (DWZ 1320) mit Schwarz. Hannes spielte Englisch und nach den ersten Standardzügen entstand eine ausgeglichene Stellung. Heute entschied sich Nicolas wieder den Turbo anzuwerfen und blitzte seine Züge auf das Brett. Und es kam wie es kommen musste - Nicolas lief in einen einfachen Spieß auf seine beiden Türme und verlor die Qualität. Als fast jede Hoffnung auf einen Punktgewinn für Nicolas schwand, lies der Gegner einen Damentausch und darüber hinaus auch einen Läuferspieß auf einen Turm zu. Ein ausgeglichenes Bauernendspiel entstand und die Partie endete schließlich in einem glücklichen Remis. Das Remis bildete einen halbwegs guten Abschluss des Turnieres. Mit ein bisschen mehr Fokus hätte es auch mehr sein können.

Nicolas beendete das Turnier mit 5 Punkten auf dem 33. Platz. Das ist leicht schlechter als seine Startposition. Sein Ergebnis trifft den unteren Erwartungsbereich. Sein DWZ-Rating sollte sich nur unwesentlich ändern.

 

Bericht von Jürgen Wortmann

Die Rheinland-Pfalz Schachjugendmannschaftsmeisterschaften wurden 2023 am 13. und 14. 5. In Neustadt ausgetragen. In der Klasse der Unterzehnjährigen U10 war eine Mannschaft der Schachfreunde Limburgerhof am Start. Nur sechs Mannschaften nahmen am Turnier teil. Das war merklich weniger als in den vergangenen Jahren.

Die Partien wurden mit langer Bedenkzeit (60 Min + 30 Sek Inkrement pro Zug) gespielt. Damit qualifizierte sich das Turnier zur DWZ Auswertung. Das Limburgerhofer Team bestand aus Nicolas Wagener, Julian Fuhrmann, Eddy Jones und Finn Zöller. Nicolas Wagener spielte am ersten Brett und wurde zum Kapitän der Mannschaft gewählt. Ein Kapitän hat die Aufgaben die Ergebnisse der Spiele an die Turnierleitung zu melden, Ansprechpartner der Turnierleitung zu sein und bei der Beantwortung von Remis-Angeboten die Mannschaftsinteressen durch Abgabe einer ja-nein-Empfehlung einzubringen.

Nicolas hatte als RLP-Vizemeister U10 das höchste Rating und besetzte das erste Brett. Julian war schon turniererfahren und spielte an Brett 2. Eddy und Finn hatten bisher nur geringe Erfahrungen sammeln können und spielten am dritten und vierten Brett.

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Bild: Nicolas, Finn, Eddy, Julian (v.l.)

Die Mannschaftsmeisterschaften U10 bis U20 fanden in einem Spielsaal statt. Der so ziemlich gefüllte Raum hatte durch die Fülle an Partien und Spieler eine beachtliche Geräuschkulisse. Schön war, dass nach langer Zeit wieder einmal Eltern und Betreuer die Partien beobachten konnten. Abgetrennte Analyse- und Speiseräume entspannten das Gedränge.

Knappe Mannschaftsniederlagen gegen Kastellaun und Ramstein-Miesenbach (1,5 zu 2,5) bei einem (4 zu 0)-Erfolg gegen Heimbach-Weiß/ Neuwied war die Ausbeute des ersten Tages. Am zweiten Tag verlor Limburgerhof 1:3 gegen die stärkste Mannschaft aus Trier. Dabei gewann Nicolas erneut wie bei der Einzelmeisterschaft gegen den Dritten der RLP-JEM U10 Marnin Classen. Im folgenden Spiel gegen die punktgleiche Mannschaft aus Mainz gelang ein Unentschieden (2:2). Dieses Ergebnis bedeutete den 4. Platz im Turnier.

Nicolas wurde im Turnier seiner Favoritenstellung voll gerecht. Er gewann alle fünf Spiele, davon drei mit den Schwarzen Steinen. Dabei war er meist nicht wirklich gefordert und spielte überlegen. Julian spielte unglücklich und gewann nur eine Partie. Dabei erreichte er mehrfach eine Gewinnstellung. Insbesondere ein übersehenes Matt in vier Zügen schmerzte. Eddy und Finn machten ihre Sache gut und holten 1,5 bzw. 2,5 Punkte. Dabei ist der für die Mannschaftsplatzierung entscheidende Sieg in der fünften Runde hervorzuheben.

Der aus Limburgerhof stammende Nicolas Wagener ist Vizemeister Rheinland-Pfalz seiner Altersklasse (U10). Der erst 9-jährige spielte  Anfang April in der  Jugendherberge Oberwesel um den Titel. Dabei unterlag er lediglich seinem schärfsten Konkurrenten, Peter Steinbrenner, aus Kaiserslautern. Damit hat sich Nicolas für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die ab dem 27.05. in Willingen (Sauerland) stattfinden wird.

Den Titel als Vizemeister erzielte Nicolas in der letzten Runde, nachdem er gegen den Turnierdritten, Marnin Classen (Trier) gewann. Bei dieser Partie kam eine der Standarderöffnungsvarianten auf das Brett. Darin unterliefen Nicolas leichte Ungenauigkeiten und er musste in einer leicht schlechteren Stellung weiterspielen. Da patzte der Gegner, so dass Nicolas eine Gewinnstellung errang, welche er jedoch nicht für sich nutzen konnte. Weiter ging es in ausgeglichener Stellung. Da patzte der Gegner erneut – widerum konnte Nicolas die Gewinnstellung nicht richtig fortsetzen. Nachdem bereits die Schwerfiguren getauscht waren und nur noch ein Läufer, ein Springer und eine handvoll Bauern beiderseits übrig waren, konnte Nicolas strategisch den dominierenden Springer des Gegners gewinnen und führte die Partie siegreich zum Ende.

Trainer Jürgen Wortmann und die Eltern empfangen den stolzen Vizemeister. Nicolas besitzt nach diesem Turnier eine Deutsche Wertungszahl (DWZ) von 1490, was aktuell Platz 26 seiner Altersklasse in der BRD entspricht.

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Nicolas Wagener, Vizemeister U10 2023

 

Vollständiger Bericht (PDF) von Trainer Jürgen Wortmann HIER

Endtabelle (externer Link): Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com - U10 RLPJEM

 

Bericht von Jürgen Wortmann

Am 21.01.2023 fand die Pfalzmeisterschaft in der Jahrgangsklasse U10 (Jahrgang 2013 und jünger) in Westheim statt. Die Anfahrt gestaltete sich etwas ungewohnt, hatten doch für die Pfalz ungewöhnlich heftige Schneefälle selbst die B9 mit Glätte überzogen. In Westheim fand die Meisterschaft in Halle des Bürgerhauses statt. Der großzügig Raum gestattete den jungen Schachfreunden überschüssige Energien kindgerecht auszuleben.

Aus Limburgerhof nahmen Julian Fuhrmann und Nicolas Wagener teil. Die erste Runde gewannen beide Limburgerhöfer Talente mehr oder weniger sicher.

Allerdings musste der Trainer Nicolas nach seinem Spiel – wie vorher versprochen – die Ohren langziehen, rannte er doch schon nach wenigen Zügen in einen Spieß auf Dame und Turm. Zwar war der Qualitätsverlust nicht ohne Kompensation, aber optimal gespielt war es sicher nicht.

Leider musste Julian nach der gewonnen ersten Runde aus gesundheitlichen Gründen das Turnier beenden.

Nicolas spielte die folgenden Runden souverän ohne Fehler, die dem Trainer auffielen. Mit 7 gewonnenen Spielen in 7 Runden gewann Nicolas überlegen das Turnier. Überraschend war der Sieg nicht, war es doch seine Titelverteidigung. Auch stand er aufgrund seines Ratings an erster Stelle der Setzliste. MIt dieser Platzierung hat sich Nicolas für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft qualifiziert.

Bemerkenswert waren die guten Platzierungen der Mädchen im Feld der Jungen. So belegten Helena Frydel aus Birkenfeld den 5. Platz, während die erst 6-jährige Zlata Kryvoruchko den 8. Platz erreichte.