WadimHess 2018In einem sehr spannenden und auch sehr ausgeglichenen ersten Turnier  der Jugend-Grand-Prix-Saison am 5. Mai in Frankenthal setzte sich Wadim Heß nach Buchholzwertung durch und wurde Erster. Sieben Spieler des Turniers lagen nach Rangliste sehr dicht beisammen, und so kamen sie auch in der Platzierung auf die ersten sieben Plätze in zwei Gruppen, drei mit je sechs Punkten und vier mit je vier Punkten. Dabei mussten die drei Erstplatzierten nur untereinander je einen Punkt abgeben. Daher musste die Buchholzwertung für die genaue Platzierung herhalten, was Wadim auf den ersten Platz spülte, da er im Schnitt die besseren Gegner hatte und er gegen den an Eins gesetzten Michael Schreidl in einem kampfbetontem, taktischem Spiel klar gewann. Nur gegen Jonas Kaufhold zog er den Kürzeren, weil er mit einer Mehrfigur sich schon auf der Siegesstraße zu glauben befand und das Einziehen eines Bauern zu ignorieren zu können glaubte, aber diese "Mehrdame" brachte Jonas den Erfolg. Alle anderen Spiele gewann er in recht souveräner Manier, mal positionell, mal mit viel Vehemenz.

Jugendtrainer Wolfgang Appel berichtet zum Jugendturnier im Rahmen des Schachkongresses 2018 in Landau:

Mit vier Jugendlichen fuhren wir zum Jugendturnier nach Landau und mit vier Preisträgern gingen wir nach Hause.

Für Daniel Jenner war das zwar "nur" ein 10. Platz, aber er musste bei den Cracks der U14 (Endtabelle) spielen, die schon sehr viel Erfahrung mitbringen. Er hingegen spielt erst seit kurzer Zeit Schach und punktete wann es nur ging. Mit 2,5 Punkten in diesem Feld und mit dem Hintergrund kann er ganz zufrieden sein, was man seiner guten Laune auch anmerkte. Er bekam immerhin einen kleinen Preis für seinen Kampfgeist.

Der Jüngste unserer Riege, Maxim Hess (8 Jahre), konnte in der Altersklasse U10 (Endtabelle) einen hervorragenden 4. Platz erzielen, er versprach auch dem Trainer die Mattbilder besser zu üben, dass er dann mit einem Punkt mehr auf den möglichen 2. Platz vorkommen könnte.

Bei der U12 (Endtabelle) waren gleich zwei Limburgerhofer am Start. Auf der einen Seite der sehr erfahrene Wadim Hess. Als Topfavorit ins Rennen gegangen, gab er nur ein Remis gegen den stärksten Konkurrenten ab und wurde souverän Erster.

Sein Mitstreiter Nils Hohenberger noch völlig ohne Turniererfahrung fand so viel Spaß am Gewinnen, dass er regelmäßig freudestrahlend zum Trainer kam und ihm Punkt um Punkt meldete. Nur gegen die ersten beiden hatte er das Nachsehen. Damit wurde er in seinem ersten großen Turnier stolzer Dritter - weiter so!

Nachdem die Pfalzmeisterschaften noch mit Platzierungen hinter dem Treppchen endeten - Wadim Heß konnte sich im Nachgang noch als erster Nachrücker für die RLP-Einzelmeisterschaften qualifizieren - gab es in der Nachwuchsliga einen deutlichen Erfolg gegen die Schachfreunde aus Worms.

Aufgrund großer Terminprobleme mussten wir mit nur drei Spielern antreten, also konnte die Devise nur lauten: "Verlieren verboten!" Wadim Heß setzte sehr schnell und konsequent einen unwiderstehlichen Angriff in einen Sieg um, dies sollte eigentlich für Ruhe in der Mannschaft sorgen. Bei unserem noch unerfahrenen Spieler, Nils Hohenberger, kam dies auch an und er setzte bald den zweiten Punkt.

Leider war unser Brett eins, Fynn Schneider, dadurch so euphorisch, dass er nach einer Minikombination plötzlich mit einer Figur weniger dastand als berechnet. Mit viel Kampfkraft und Können gelang es Fynn dann, Figur und Partie wieder zurückzuholen und dann zum drei zu eins zu verwandeln.

Nach einigen Anläufen und guten Platzierungen, oft vierte Plätze, gelang es Fynn Schneider seinen ersten Pokal zu gewinnen. Ungeschlagen und mit 6 : 1 Punkten bei zwei Remisen aus 7 Spielen lag er klar auf dem ersten Platz des Schwegenheimer Jugendopens in der Gruppe U12.

Sein Mannschaftskamerad und Schachfreund Wadim Heß teilte sich den vierten Rang und kann mit 4,5 Punkten sehr zufrieden sein, allzumal er ein Spiel etwas unglücklich nach einem Fehlgriff verlor. Im direkten Vergleich remisierten die beiden in aller Freundschaft.

Seinen Nerven Tribut zollen musste sein Bruder Maxim Heß, der in der Gruppe U8 den sechsten Rang belegte. Aber sein Schach nimmt langsam Formen an und wenn seine Aufregung ein normaleres Maß annimmt, dann liegt er auch noch weiter vorne.